Tourismus und Freizeit

· Bemerkenswertes




· Die Gleichenberger Kogel

Die Gleichenberger Kogel sind der "Mittelpunkt des südoststeirischen Vulkanlandes".
Die gewaltigen Massen glutflüssiger Lava drangen aus dem Erdinneren: So entstand vor ca. 18 bis 16 Millionen Jahren das "Gleichenberger Vulkanmassiv":
Blickt man von Norden kommend nach Gossendorf, sieht man schon von weitem die markanten Kegel der Gleichenberger Kogeln. Der Trass-Steinbruch am nördlichen Auslauf ist Zeuge der einstigen vulkanischen Tätigkeit. Zwei gekennzeichnete Wanderwege, führen hier vorbei: Der Feuerriegel-Vulkanweg und der Gossendorfer Panoramaweg, von wo aus man fantastische Aussichten auf weite Teile von Gossendorf genießen kann.


· Grenzstein

Gossendorf wird im Jahre 1385 urkundlich erstmals erwähnt. Wie in den Aufzeichnungen der Archive zu lesen ist, waren die einzelnen Ortsriede unserer Gemeinde in Herrschaftsgebiete aufgeteilt. Aus den Leibsteuerverzeichnissen der Herrschaft Hainfeld konnte man einiges erfahren. Ein alter Grenzstein aus dieser Zeit der Herrschaft Trautmannsdorf (Gleichenberg) an der Grenze zur Herrschaft Hainfeld befindet sich auf dem Grundstück der Familie Berghold, Gossendorf 30, an der Straße, gegenüber vom Kulmberghof.





· Maria-Hilf Kapelle

Aus dem Text der Stiftungsurkunde vom Jahre 1849 geht hervor, dass vorerst ein Kreuz aufgestellt und im Jahre 1852 eine kleine Kapelle gebaut wurde. Im Zuge von Umbauten wurde später der Holzturm der Kapelle durch einen gemauerten Turm ersetzt. Bei einem größeren Zubau im Jahr 1962 bekam die Kirche das heutige Aussehen, wobei der Teil der alten Kapelle nun den Vorraum bildet. Die Marienstatue aus dem Jahr 1885 und der alte Holzaltar aus dem Jahr 1938 befinden sich im Eingangsportal. Bei der umfangreichen Sanierung im Jahre 2002 wurde das Dach, der Turm und die Aussenfassade gerichtet. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes konnte im August 2004 der neue Volksaltar und ein Ambo geweiht werden. Seit den 50-er Jahren wird jeden Sonntag eine Messe gelesen, früher nur ein Mal im Monat.


· Ortsplatz Neu

Nach Überlegungen, Beratungen und unter Einbeziehung der Ortsbevölkerung erfolgten im Jahre 2003 die ersten Planungen für eine neu gestaltete Ortsdurchfahrt. Die Grundgedanken wurden verwirklicht: eine Temporeduzierung des durchfließenden Verkehrs, Sicherheitszonen bei den Bushaltestellen, ein Dorfplatz mit Informationszentrum, Entwässerungsleitungen und Beleuchtung erneuern.

Zusätzliche Parkplätze konnten neu geschaffen sowie das Gemeindehaus samt Kriegerdenkmal erhielten eine Neufärbelung. Der Pavillion steht für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung. Im Bereich Dorfplatz, Kulturhaus und Sportplatz sind greifende Verkehrsberuhigungen gesetzt worden.

Das Herzstück ist aber der neue Dorfplatz, der den Mittelpunkt der Gemeinde darstellt. In einem Kreis, in dem vier Wege sich kreuzen, soll Begegnung und Kommunikation symbolhaft dargestellt werden.

Die feierliche Eröffnung unter Beisein von Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic, von Politikern der Steiermärkischen Landesregierung sowie von Nachbargemeinden erfolgte am 26. September 2004. Ein großes Rahmenprogramm untermauerte diese Veranstaltung, wo unter anderem ein Volksmusikabend sowie ein Treffen vieler "ehemaliger Gossendorfer Gemeindebewohner" stattgefunden hat.


· Traß-Steinbruch

Vor ca. 18 Millionen Jahren entstand das Gleichenberger Vulkanmassiv; vor ca. 2 Millionen Jahren der jüngere "Basalt-Vulkanismus". Durch die explosionsartigen Ausbrüche wurden Lava, Basalte und Basalttuffe herausgeschleudert. Ein Teil der Laven blieb samt Gas- und Dampfgehalt in den Spalten stecken; aus dieser Zeit stammt das Traß und Bentonit-Vorkommen in Gossendorf. Traß ist ein an sich weißes, splittrig brechendes Gestein, vorwiegend aus Opal und Alunit bestehend. Die bunte Färbung kann auf Eisenverbindungen zurückgeführt werden. Feueropale zählen zu den besonderen Fundstücken im Abbaugelände. Laut Bericht in der "Göth´schen Topographie" gab es im 19. Jahrhundert einen Sandsteinbruch im Ortsried Gamitz der Gemeinde Gossendorf. Nach dem Krieg wurde von der Firma Brandner mit der Gewinnung von Traß begonnen. Ein bedeutender Bau, der mit dem Material aus Gossendorf errichtet wurde, war die "Hirzmannsperre" bei Edelschrott. Bei den anfangs vorwiegend händischen Arbeiten war der Beschäftigungsstand im Jahre 1954 bis 70 Personen angewachsen. Nach Einsatz von Maschinen hat in den Jahren von 1960 bis 1968 ein Abbau von ca. 40.000 t jährlich stattgefunden.

1963 übergab Reinhard Brandner den oberen Teil des Steinbruchs an Mayr-Melnhof (Steirische Montanwerke AG). Der Bentonitabbau (Rheuma-Schlamm) wurde von Brandner weitergeführt, doch das Vorkommen erwies sich dann aber als zu klein. Seit Jahren wird das Material privat vom jetzigen Grundbesitzer Hödl nach Loipersdorf für Heilbehandlungen geliefert.

Der hochhydraulische Traß wird heute nur mehr fallweise abgebaut und in anderen Werken dem Kalk beigemengt. Die derzeitigen Inhaber des Steinbruchs sind die Wietersdorfer & Peggauer Zementwerke GmbH.


· Wegkreuze

Anläßlich der 600 Jahr Feier im Jahre 1985 wurden in der damals verfassten Ortschronik die bei uns zahlreich vorkommenden Marterln und Bildstöcke aufgelistet. Nach Aussagen der Ortsbevölkerung hat jedes Kreuz bzw. Bild sein "eigene Geschichte" z.B. nach einem Ünglücksfall, wenn jemand nach schwerer Krankheit wieder gesund geworden ist.









Baumgartner-Kreuz
Dorf-Kreuz
Edersgraben-Kreuz
Frieser-Hammerl-Kreuz
Gölles-Kreuz
Grain-Bild
Grain-Kreuz
Höflacher Kreuz
Ladenhaufen-Kreuz
Lebitsch-Bild
Leitgeb-Kreuz
Lindner-Kreuz
List-Kreuz
Lösch-Kreuz Marterl nahe vom Sportplatz
Pendl-Kreuz
Pendl-Kreuz
Petz-Baumgartner-Kreuz
Radkolb-Kreuz
Reicher-Kreuz
Reicher-Bild
Schulhaus-Kreuz
Steinberg-Kreuz
Tonach-Bild
Wuritsch-Bild
Wuritsch-Kreuz
Kreuz am Fuße des Feuerriegels